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This Week's Sermon WEIHNACHTSGOTTESDIENST 16 December 2007 "Es Begab Sich"
Soli Deo Gloria!
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Gnade sei mit euch von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus. [Amen].
"Es geht bei der Übersetzung verloren" ist der Ausdruck, den wir manchmal benutzen, um schwere Redewendungen in einer Sprache zu erklären, die keine Entsprechungen in einer anderen Sprache haben. Die Studenten unter euch, die jetzt Deutsch lernen, haben wahrscheinlich schon ein paar bemerkt. Manchmal kann man sie überhaupt nicht übersetzen. Man lernt einfach, dass die Deutchen so sprechen. Nachdem man sich mit der Redewendung vertraut macht, denkt er nicht mehr darüber nach. Er akzeptiert es, wie es ist.
Luther übersetzt den Lukasbericht der Geburt Christi mit dem Spruch, "es begab sich." Im ursprünglichen Griechischen gibt es etwas vollkommen anders. Es gibt das Wort "EGENETO," das wir aber sogar auf Englisch nicht so gut übersetzen können. In den modernen Übersetzungen lassen wir es normalerweise aus und fangen mit dem Satz "in der Zeit" an. Luthers Ausdruck, "Es begab sich," ist aber idiomatisch. Man kann es nicht wörtlich übersetzen, weil es halt keinen Sinn macht. Am nähsten dazu kommt man mit "es gibt sich der Zeit hin," solange man berücksichtigt, dass wir vom Griechischen über das Deutsche zum Englischen gekommen sind. Ich könnte euch die Erklärung dieser Problematik von meinem Sohn geben. Er sagt, "der Gebrach dieses Ausdrucks ist ganz idiomatisch. Das Problem liegt darin, dass der Satz mit dem Expletivum "es" anfängt. Dieses Pronomen weist keinen inhaltlichen Bezug zu einem Gegenstand oder einer Person auf, sondern wird ausschließlich aus Gründen des korrekten Satzbaus verwendet. Unter Expletiven wird auch der Gebrauch eines Wortes als Füllwort ohne spezifische Bedeutung verstanden, das heißt, es hat keinen semantischen Inhalt. In gleicher Weise hat das Verb kein semantisches „Fleisch." Falls ihr diese Grammatikerklärung bisher nachvollziehen/begriefen könnt, denkt ihr vielleicht, „also was heißt es eigentlich?" und, „warum gibt uns Pastor Meyer Grammatikunterricht?"
Eigentlich gibt es einen Grund, einen sehr wichtigen Grund. Im Lukasevangelium steht es ganz anders geschrieben als im Markusevangelium, denn Markus kündigt das so an:
„Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Chritus, dem Sohn Gottes."
Lukas's Ankündigung der Geburt Jesu klingt irgendwie sachlich, so sachlich, dass die meisten modernen Übersetzungen sich überhaupt nicht bemühen, den Ausdruck "es ist geschehen" zu übersetzen.
Was ist geschehen? Der Kontext hat keine religiöse Bedeutung, aber er ist uns bekannt. Die römische Regierung fordete mehr Geld. Was ist damit neu? Je mehr die Zeiten ändern, desto mehr bleiben sie dieselben! Die Leuten zu der Zeit waren nicht viel anders als wir. Damals basierten die Steuer auf die Bevölkerungszählung, weil Eigentum und Vermögen in einer Liste aufgeführt werden mussten. Steuer wurden dann auf den Geldbetrag des Eigentums erhoben. Der ganze Vorgang dauerte Jahre. In Gaul hat der ganze Vorgang in Wirklichkeit vierzig Jahre gedauert, weil so viel Opposition dagegen entstanden ist. Keiner hat es gemocht, aber Joseph machte sich daran, seine Bürgerpflicht zu erfüllen. Lukas gibts uns die Namen der prominenten Beamten, die sonst wahrscheinlich nicht im Gedächtnis geblieben wären, gabe es dieses Kind nicht das in Bethlehem war geboren war.
Ihr kennt die Details der Geburt. Die meisten von euch können sie entweder auf Deutsch oder auf Englisch auswendig aufsagen, denn die Erzählung von Lukas ist euch so bekannt. Diese beliebten Wörter sind umgeben von Jahrhunderten kultureller Verkrustungen. Zuhause haben viel von uns Krippeszenen, Schwiboggen, und Pyramiden als Errinnerungen an den Lukasbericht. Zahllose Hymne und Weihnachtslieder haben es alle beschrieben.
Ihr könnt alles hören, was geschehen ist, aber nur weil es euch erzählt wurde. Sonst wäre diese Geburt in einem unbedeutenden Dorf in Judäa überhaupt nicht niedergeschrieben worden. Überall auf dieser Welt bringen viele Frauen Kinder zur Welt jeden Tag, aber ihren Babys felht ausreichende ärtzliche Betreuung. Diese Geburt war wegen der Bedeutung anders, dennoch würdet ihr nicht wissen, was sie bedeutet, wenn es euch nicht erzählt worden wäre. In der Nähe von Bethlehem waren einige Schäfer, denen der Engel gesagt hat, genau was die Geburt bedeutete. Gott hat ihnen die Botschaft gegeben, die die Bedeutung dieser Geburt offenbarte. So wie Luther selbst geschrieben hatte:
"Des Engels Predigt war höchst notwendig. Christus wäre vielleicht hundertmal geboren, es wäre aber alles vergebens gewesen, wenn es uns nicht offenbart und gepredigt worden wäre." [Luther's House Postils, volume I, page 109].
Die Botschaft ist einfach und klar:
„Den euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids."
Es ist geschehen eine Geburt, und der eine, der geboren wurde, wurde als "der Heiland, der ist Christus der Herr (use the Luke translation here, please)" identifiziert. (Ist das) unmöglich? Nein, denn es ist tatsächlich geschehen. Gott hat nicht auf unsere Meinung gewartet, ob es geschehen konnte oder nicht. Es ist geschehen. Der Heiland ist auf die Welt gekommen, ein Heiland für die ganze Welt.
Was geschieht hier? Warum ist es geschehen? Es ist wegen der Sünde, die allerhand Sünden verursacht. Es ist wegen dieses Todeszustands, in dem wir geboren wurden, ein Zustand, der eines Tages unmissverständlich und mit untrüglicher Sicherheit zum Tode dieses Lebens führen wird, mit dem wir geboren wurde. Wir wurden mit der tödlichen Krankheit geboren, die wir von unseren Eltern erbten. Sie hat unsere Abtrennung von Gott, unsere Trübsal, und unseren Tod veranlasst. Der Teufel hat die ganze Menschheit unter Sünde unterworfen und hat furchtbare, unermessliche, unbegriefliche Betrübnis verursacht.
Also gerade hier in diesem unbedeutenden Dorf in Judäa hat Gott Maßnahmen ergriffen, genau wie er versprochen hat. Er würde einen Heiland schicken, um die Welt aus ihrem Todeszustand zu retten. Er würde seinen eingeborenen Sohn schicken. Dieser Sohn würde für die Sünde der ganzen Welt büßen, indem er sie in sein eigenes Fleisch und sein eigenes Blut einnehmen und auf dem Kreuz einen Schluss damit machen würde. Das ist ja auch geschehen, genau wie Gott es selbst geplant hat. In dieser Weise aber hat er die Welt gerettet und sie zurück zu sich gebracht. Dieser eingeborene Sohn ist auch der Sohn von Maria. Er ist Gott und Mensch. Er ist unser Heiland, der zum Kreuz gegangen ist, um alles wieder gut zu machen zwischen Gott und uns.
Kein Wunder, dass Gottes Engel mit höchstem Lob abgesungen haben:
„Ehre sei gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens."
Liebe Freunde, der Heiland ist für euch geboren worden. Für euch ist er geboren; für euch hat er gelebt; für euch ist er gestorben; und für euch ist er auferstanden, um euch die höchste Freude, die Rückgabe an Gott im Himmel, zu bescheren. Er beschert wieder Frieden mit Gott.
Weihnachtssegen seien mit euch für jetzt und immerdar!