
|
This Week's Sermon WEIHNACHTSGOTTESDIENST 19 December 2010 „Euch, für euch!"
Soli Deo Gloria!
|
|
"Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus!" (2. Thessalonicher 1.2) "Denn euch ist heute der Heiland geboren."Das heisst, "euch, fuer euch!"
Unseretwegen hat Christus Fleisch und Blut von einer Frau aufgenommen, damit seine Geburt unsere Geburt wuerde. So sagte Luther. „Wenn wir dieses Geschenk in uns aufnehmen, dann feiern wir dieses Fest--und weil wir so viel essen und zelebrieren, ist es ja ein Fest--richtig. Also hoeren wir nicht nur eine Geschichte." Ich zweifele daran, dass es einen hier gibt, der diese Geschichte nicht ausfuehrlichst weisst. Luther sagt, dass wir einem Geschenk und nicht einer Geschichte horchen muessen.
"denn euch ist heute der Heiland geboren . . ." denn euch! In der Nachricht des Engels gibt es nichts unpersoenliches. Obwohl das Geschenk fuer die ganze Welt vorgesehen ist, ist es besonders fuer euch. Es ist fuer euch das Geschenk des Vaters. Hier in diesem Kleinkind ist eure Erloesung, euer Leben fuer jetzt und immer. Wenn andere Leute wunderbare Weihnachtsgeschenke bekommen, bedeutet es euch nichts, sondern nur wenn ihr auch eins bekommt.
Habt ihr je gedacht, dass diese Szene eine Hochzeit darstellt? Luther hat die folgende Beobachtung gemacht:
"Das ist die Hochzeit Gottes. Wo ist das Schloss? Ein Kuhstall, eine Krippe, mit Rind und Esel, ein feines Hochzeitsbett, fuer einen Hund geeignet! Die Engel schaemen sich deswegen aber nicht. "Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen." "Das einzige Geschenk, das ihr bringen muesst, ist ein frohes Herz. Gott laechelt, und des Himmels Heer jubelt."Warum haben Gottes Engel dieses Ereignis gefeiert? Weil sie wussten, dass Gott die Erloesung der Welt bewirkte. Gott erloeste euch! Durch dieses Kind wuere Gott alles richtigstellen, was mit der Welt verkehrt war wegen Suende. Diese Kind, der eingeborene Sohn Gottes und der Sohn Marias, der Gott-Mensch, wuerde den Preis fuer Suende zahlen, den kein Mensch zahlen konnte. Er wuerde sich als das perfekt Lamm Gottes aufopfern und Erloesung fuer die ganze Welt, fuer euch, gewinnen!
Das laesst die Engel des Himmels mit Lob ausbrechen. So hat Johann Rist [1607-67] in seiner Weihnachtshymne geschrieben:
Brich an, o schönes Morgenlicht, und lass den Himmel tagen!
Du Hirtenvolk, erschrecke nicht, weil dir die Engel sagen:
Dass dieses schwache Knäbelein soll unser Trost und Freude sein,
Dazu den Satan zwingen und letztlich Frieden bringen.Solch ein verwunderliches Geschenk gibt uns Gott! Er gibt uns seinen Sohn, uns allen, euch allen. Dieses Kind in einer Krippe, das keine Wiege und keine Windeln hat, heisst der Heiland der ganzen Welt. Die Engel haben diese Geburt den Schäfern verkündigt, die dahin gegangen sind, die Geburt zu sehen. Ich zweifele, dass wir auch hingegangen wären, hätten uns die Engel dasselbe verkündigt. Wir hätten schon Schwierigkeiten damit gehabt, dass der Heiland der ganzen Welt in einem stinkenden Stall zu finden war.
Dieses feine Geschenk ist aber nicht vorzüglich verpackt, sondern in Windeln. Dieses unschätzbare Geschenk wird nicht auf einem Betttuch aus Satin geschenkt, sondern auf Stroh. Dieses Kind ist in Windeln gewickelt, aber es gibt keine Wiege, kein Bett, nichts ausser der Krippe fuer die Ochsen. Das ist der Thron fuer den König der Könige.
Die Zeugen dieses Ereignis sind keine wichtigen Leute, sondern nur Hirten und Tiere. So verschwiegen und unbemerkt gibt Gott der Welt sein Geschenk. Er gibt das in der geringsten Verpackung, die man sich vorstellen kann. Gott kommt zur der Menschheit als ein hilfloses, schutzloses Baby. Es gibt keine Krankenschwestern, die das Kind waschen und pflegen koennen. Es gibt kein warmes Wasser, kein Licht. Die Mutter war selbst Geburtshelferin und Krankenschwester. Da war keiner, der dem armen Mädchen zeigen konnte, was zu tun. Das junge Mädchen war völlig allein da mit dem Kind. Sie hat bestimmt im einzigen Herzen gedacht, dass sie in solch einer Zeit im Stich gelassen worden war. Was fuer Gedanken hat sie zu diesem Zeitpunkt gehabt! Ihr Mann Joseph hat sich auch wahrscheinlich allein gefühlt. Er wusste nicht, was zu tun. Er hat sich bestimmt auf Maria verlassen, zu tun, was zu tun war. Was wissen denn Männer von solchen Sachen?
Aber dann hat sie sich wahrscheinlich daran erinnert, was ihr der Engel gesagt hat, als er die Geburt vorausgesagt hat:
Lukas 1: 32-33
"Der wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott der HERR wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben. Und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreichs wird kein Ende sein."
Ihre Augen haben sich bestimmt mit Traenen gefuellt, denn sie wusste, das dieses Kleinkind Gottes Sohn und der Heiland der Welt war. Wie Luther bemerkt hat, "war Maria kein Stein" [Martin Luther's Christmas Book, p. 32]. Mit zitternder Ehrfurcht hat sie ihn wahrscheinlich festgehalten und gepflegt. Keiner andere auf Erde hat das bisher geglaubt. Sogar Joseph, dem der Engel das alle verkuendigt hat, hat es nicht begriffen wie Maria.Da haelt sie das groesste Geschenk aller Zeiten fest, das elde Geschenk, das Gott seit dem Suendenfall von Adam und Eva versprach. In den Armen hielt sie die Vesprechung aller Zeiten, den Wunsch der Nationen. Es ist das kostbarste Geschenk, weil es das Geschenk von Gott selbst ist.
Dieses kostbarste Geschenk wird euch, der ganzen Welt, gegeben. Gott ist im Fleisch gekommen, um alle Menschen zu sich zurückzuziehen, um ihre Sünden zu vergeben, um der sterbenden Menschheit ewiges Leben und Unsterblichkeit zu bringen. Seht Gottes grosse Liebe und Guete im Schoss der Jungfrau liegen! Er ist nicht gekommen, euch zu richten, sondern euch zu retten. Der Name Jesus bedeutet Heiland. Er ist der Heiland der ganzen Welt. Er ist euer Heiland.
Freut euch, brecht in Gesang auf! Gott selbst ist fuer euch geboren. Tut, wie die Hirten es getan haben! Sie haben Gott gelobt und gepreist fuer dieses edle Heilandsgeschenk. Und wir loben und preisen Gott auch, dass Er Jesus als unseren Bruder geschickt hat, unseren Heiland.
Ehre sei Gott, dem Vater, dem Sohne, und dem heiligen Geiste.
Im Namen des Vaters, ( des Sohnes, und des Heiligen Geistes. Amen.